Transaktionsanalyse

Als theoretischen Hintergrund beziehen wir uns vorwiegend auf die Konzepte der Transaktionsanalyse mit den durch drei Kreise symbolisierten Ich-Zuständen: Eltern-Ich, Erwachsenen-Ich, Kindheits-Ich.

Die drei Ich-Zustände wirken dynamisch zusammen. In ihnen sind wichtige Lebensbotschaften, Lebenserkenntnisse und Grundentscheidungen aus der Kindheit gespeichert. Sie prägen unsere "Skriptrollen", die wir auf der "Lebensbühne" spielen. Die Skriptrollen führen zu Zirkeln, durch welche die Grundüberzeugungen über uns selbst und über die Welt im Sinne von selbsterfüllenden Prophezeihungen immer wieder bestätigt werden.

Z.B. kann sich das innere Kind (Kindheits-Ich) eine Grundüberzeugung angeeignet haben von "ich bin nichts wert und gehöre nicht dazu" . Aus diesen Grundüberzeugungen leitet es Skriptrollen ab wie "Aussenseiter", "Versager", "Opfer", was schliesslich wiederum die ursprüngliche Überzeugung nährt und bestätigt von "ich bin nichts wert und gehöre nicht dazu". Der "Skriptzirkel" hat sich geschlossen.

Die therapeutische Arbeit setzt auf verschiedenen Ebenen an:

Verstehen: Zuhören, genau verstehen, Anteil nehmen, da sein, auffangen.
Unbewusste oder teilweise bewusste hinderliche Lebensbotschaften wie "du bist unerwünscht, unwichtig etc." werden aufgespürt und auf dem lebensgeschichtlichen Hintergrund (z.B. Trauma) verstanden und relativiert.

Verhalten: Beobachtete Verhaltensweisen und Beziehungsformen (Transaktionen) werden genutzt, um sich selbst verstärkende Skriptabläufe zu erkennen und zu durchbrechen. Also: Was mache ich und wie mache ich es, um mir negative Grundüberzeugungen immer wieder zu bestätigen?

Neue Wahl: Die Wahl besserer Lebensentscheidungen und Lebensrollen wird neben den Bewusstheitsprozessen begünstigt durch eine korrektive emotionale Erfahrung in den therapeutischen Beziehungen.

Einüben: Das Einüben neuer Verhaltensweisen bestärkt neue Lebensentscheidungen und führt somit zu sich positiv verstärkenden Zirkeln.

Ich bin o.k. - du bist o.k: Ziel der Therapie ist es immer, neue Wahlmöglichkeiten und neue innere Freiheiten zu entwickeln auf der Grundlage einer tiefen Achtung vor sich selbst und vor anderen Menschen - "Ich bin o.k. – du bist o.k." oder "werde, der/die du bist". Der Weg führt über Akzeptanz und Versöhnung mit sich selbst und seiner Lebensgeschichte.